Home
  Qualifikation
  Gruppeneinteilung
  Gruppe 1
  Gruppe 2
  Gruppe 3
  Gruppe 4
  Endrunde
  Statistiken
  Presse
  Fotos
  Historie
  Downloads
  Sponsoring
  Impressum
   
  Liveticker
   
  Aufstellungen
   
Raiffeisen-Cup 2004 Ergebnisse Presse
  ├ťbersicht
Raiffeisen-Cup 2003
Raiffeisen-Cup 2005

Pressebericht Segeberger Zeitung

Zehn Sekunden fehlten zur Titelverteidigung

Raiffeisen-Cup des TuS Hartenholm: BT verliert Finale gegen Bramfelder SV mit 1:2

Zum Propheten taugte Carsten G├Âttsche, Sprecher beim Hallenfu├čballturnier des TuS Hartenholm um den Raiffeisen-Pokal, nachweislich nicht. "Es l├Ąuft die letzte Minute des Raiffeisen-Cups 2004", k├╝ndigte der Turnierleiter die letzten 60 Sekunden des Endspiels zwischen der Bramstedter TS und dem Bramfelder SV an. Die BT f├╝hrte mit 1:0, doch Bramfeld glich zehn Sekunden vor dem Abpfiff durch Caydas Dincer aus. G├Âttsche hatte sich geirrt. Die Begegnung musste um f├╝nf Minuten verl├Ąngert werden. Da aber in der Extrazeit kein weiterer Treffer fallen sollte, fiel die Entscheidung vom Siebenmeterpunkt aus. Dort behielten die Hamburger die Nerven und gewannen mit 2:1.

Der hanseatische Landesligist hatte sich f├╝r die Vorjahresniederlage im Finale revanchiert. Entt├Ąuschung suchte man in den Gesichtern der Bad Bramstedter jedoch vergebens. Schon gar nicht bei Torwart Sebastian Boll, den die Trainer zum besten Keeper des Turniers w├Ąhlten. V├Âllig zurecht, denn Boll bekam selbst an die schwersten B├Ąlle seine Finger heran und wurde zum Garant f├╝r den Finaleinzug seines Teams. Auch dort sorgte der Torwart mit sensationellen Paraden daf├╝r, dass seine Truppe ├╝berhaupt die Verl├Ąngerung erreichte. Trainer Steffan Stehen, der die Geschicke der BT gemeinsam mit Rene Schwigon bis zum 30. Juni leiten wird, zog eine durchweg positive sportliche Bilanz. "Morgens haben die Jungs erfahren, dass wir sechs Punktspiele nachholen m├╝ssen", erkl├Ąrte Stehen, "und Nachmittags stehen sie auf, zeigen Charakter und k├Ąmpfen bis zum Umfallen." Mit diesem Kampf hielten die Bad Bramstedter auch das Finale gegen die Bramfelder offen und gingen gar durch Kemma Uya in F├╝hrung. Letztlich fehlten der Truppe des Trainerduos Stehen/Schwigon zehn Sekunden, um den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen. Im Siebenmeterschie├čen reichte der Treffer von Bramfelds Florian Neumann, um den Siegercheck ├╝ber 250 Euro einzuheimsen. "Wir haben bewiesen, dass wir ├╝ber viel Potential verf├╝gen", freute sich Stehen, "die Mannschaft ist eine Einheit und gibt alles."

F├╝r den Bramfelder SV war der Triumph in Hartenholm der zweite Turniersieg binnen sieben Tagen. Vor einer Woche gewann der Landesligist den Wettbewerb in S├╝lfeld. "Beide Turniere haben, unabh├Ąngig vom Erfolg, richtig Spass gemacht", freute sich Bramfelds Trainer Segner Corell, der die Darbietungen seiner Sch├╝tzlinge von der Trib├╝ne aus verfolgte, "die famili├Ąre Atmosph├Ąre hier und das tolle Rahmenprogramm mit der Tombola, der Video├╝bertragung in die Cafeteria und dem Preisschie├čen sind einmalig. So etwas kennen wir in Hamburg gar nicht." Und das der Hartenholmer Wettbewerb sportlich einiges zu bieten hatte und die Zuschauer voll auf die Kosten kamen, daf├╝r sorgten die Bramfelder selbst.

Allerdings nicht nur die Hamburger. Bis zum Halbfinale hinterlie├čen Peter, Paul und Robert Wrzeszinski und der SV Gro├čenaspe den besten Eindruck. "Die sind einmalig", staunte eine Besucherin nicht schlecht, als die drei Br├╝der mit der eingebauten Torgarantie auf der Platte zauberten. Insgesamt erzielten die Gro├čenasper 25 Treffer. Das Trio traf alleine 23 mal. Den L├Âwenanteil verbuchte Peter Wrzeszinski mit zehn Toren f├╝r sich und avancierte zum erfolgreichsten Sch├╝tzen der Veranstaltung, die an den drei Tagen rund 1000 zahlende Zuschauer angelockt hatte. "Die Wrzeszinskis sind Hallenzauberer", begr├╝ndete Reimer Wagner, warum seine Truppe, die in der Kreisliga-Saison weit hinter den Erwartungen zur├╝ck geblieben ist, unter dem Hallendach so gro├č aufspielte. "Leider hat uns hinten heraus die Kraft etwas gefehlt", fand Wagner eine Erkl├Ąrung f├╝r die 2:3-Halbfinalniederlage gegen die Bramstedter TS. "Auch wenn wir uns bei unseren bisherigen Hallenauftritten besser verkauft haben, bin ich zufrieden", bilanzierte Wagner, "viel wichtiger ist aber, dass wir R├╝ckenwind mit in die Feldsaison nehmen k├Ânnen."

Im zweiten Vorschlussrundenspiel blieb Hallenkreismeister SV Wahlstedt chancenlos gegen die Bramfelder, die sich glatt mit 3:0 behaupten konnten. Das f├Ąllige Siebenmeterschie├čen um den dritten Rang entschieden die Wahlstedter mit 3:2 gegen den SV Gro├čenaspe f├╝r sich.

W├Ąhrend die vier besten Teams den Turniersieger unter sich ausmachten, standen die Kicker des Gastgebers TuS Hartenholm bereits geduscht an der Barriere und verfolgten das Geschehen aufmerksam. Trainer Norbert Dinse erntete auf seinem Weg durch die Sporthalle trotzdem so manch Schulterklopfer f├╝r die Leistung seiner Truppe. Nach einj├Ąhriger Zwischenrunden-Abstinenz schaffte der TuS wieder den Sprung unter die letzten Acht. "Die Jungs haben sich super verkauft", lobte Dinse seine Akteure, "selbst spielerisch konnten wir mithalten und phasenweise sogar gl├Ąnzen." Vielleicht w├Ąre f├╝r die Hartenholmer sogar noch mehr drin gewesen, wenn in der Zwischenrunde nicht Torsten St├╝rwohld und Sebastian Rickert ausgefallen w├Ąren. "Die Spiele waren alle sehr knapp." Was auch Turnierleiter Carsten G├Âttsche meinte: "Mit ein bischen Gl├╝ck h├Ątte der eine oder andere Punkt mehr herausspringen k├Ânnen. Aber f├╝r die Stimmung in der Halle war es sehr wichtig, dass unserer Jungs am Sonntag dabei waren."

Das Preisschie├čen auf dem Schie├čstand entschied ├╝brigens der SC Hohenaspe f├╝r sich, der in der Vorrunde punktlos ausgeschieden war.